Zwei Bundesländer, wie sie unterschiedlicher kaum sein können: Brandenburg, ein Flächenbundesland mit weiträumiger Natur, Landwirtschaft und Braunkohletagebau, und die Bundeshauptstadt Berlin, die sich zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung zu einer international beliebten Kulturmetropole entwickelt hat. Mitte der Neunziger Jahre sprachen sich die Einwohner Brandenburgs in einer Volksabstimmung gegen eine administrative Vereinigung aus. Die unvermeidbare Verflechtung von Interessen, Entwicklungschancen und Bedürfnissen haben jedoch inzwischen zu einer tatsächlich sehr engen Zusammenarbeit beider Länder geführt. Nicht nur der Rundfunk (RBB), sondern z.B. auch das Oberverwaltungsgericht, die Luftfahrtbehörde, der Bibliothekenverbund oder die statistischen Landesämter werden heute als gemeinsame Institutionen geführt.
Im Stiftungswesen hat sich in Brandenburg, bei historisch bedingt niedriger Stiftungsdichte, in den letzten Jahren viel getan. In den unterschiedlichsten Städten, Gemeinden oder gar Landkreisen des ganzen Landes wurden Bürger- und Gemeinschaftsstiftungen gegründet oder sind in Vorbereitung.
Da Berlin nicht nur Großstadt, sondern auch eine Stadt der Kieze, der lokalen Untereinheiten ist, gibt es hier nicht von ungefähr mehrere Bürgerstiftungen. Neben diesen arbeiten aber auch viele Gemeinschaftsstiftungen, die sich für perspektivisch wichtige Themen engagieren, wie z. B. die Stiftung „Handwerk stiftet Zukunft“, eine Bildungsinitiative des Berliner Handwerks.