Sie wurde 1999 als erste ihrer Art in einer ostdeutschen Großstadt gegründet und führt Menschen zusammen, die sich aktiv als Stifter, Spender und ehrenamtlich Engagierte für eine sozial friedliche, umweltgerechte und kulturell vielfältige Kommune einsetzen. Mehr als 200 Bürger, aber auch Vereine und Unternehmen, haben sich seither am Aufbau des Stiftungskapitals und an der Einrichtung von zweckgebundenen Stiftungsfonds von inzwischen 2,2 Mio. € beteiligt. Unter ihrem Dach befinden sich 26 Treuhandstiftungen (Grundkapital mehr als 2,5 Mio. €) und vier rechtsfähige Stiftungen (insg. mehr als 9 Mio. €). Hinzu kamen Spenden von über 3 Mo. € (davon 1,7 Mio. € für Flutopfer).
Die Bürgerstiftung verwaltet diese Stiftungen und führt den Stifterwillen aus. Sie bietet Information und Beratung rund um das Thema Stiften (z.B. bei den Sächs. Stiftungstagen).
Projekte
Mit Kapitalerträgen, Spenden und Drittmitteln konnten seit 1999 der Aufbau des Erich Kästner Museums, mehrere Jugendprojekte, Hochwasserhilfe 2002 (für mehr als 200 Familien, Kleingewerbetreibende und Projekte), Rekonstruktion eines Festsaales und einer historischen Weinpresse, Wiedereröffnung und Betreibung eines Schiller-Museums, Erstleseförderung für 4.500 Grundschüler (seit 2008), der Bau eines Memorials für eine in der DDR zerstörte Kirche (Busmannkapelle) und vieles andere mehr realisiert werden.
Förderung des Ehrenamtes
Durch ihre Freiwilligenagentur und ein umfassendes Würdigungskonzept wurde die Bürgerstiftung die wichtigste Instanz zur Förderung des freiwilligen Engagements in Sachsen. Sie betreibt eine Freiwilligenagentur, lädt 450 Ehrenamtliche zu einer jährlichen Danke-Schön-Veranstaltung ein. 1.900 besonders Engagierte bekommen den begehrten ihr „Ehrenamtspass“ (Ermäßigungen und Rabatte).
Für ihre beispielhafte Arbeit erhielt die Bürgerstiftung Dresden 2003 den „Deutsche Stifterpreis“, die höchste Auszeichnung, des deutschen Stiftungswesens.